Wer sich für ein Holzhaus entscheidet, steht schnell vor einer großen Auswahl an Herstellern – und vor der Frage, welche Bauweise überhaupt gemeint ist. „Holzbau“ umfasst sehr unterschiedliche Konstruktionen: den vorgefertigten Holztafelbau, den kreuzweise verleimten Massivholzbau, das aus sichtbaren Bohlen errichtete Blockhaus sowie Fachwerk- und Holzskelettkonstruktionen. Diese Übersicht bündelt 30 Betriebe, deren Bauweise im Datenblatt eindeutig dem Holzbau zugeordnet ist, und stellt sie in einer sachlichen Liste zusammen.
Wichtig vorab: Diese Seite ist bewusst wertfrei aufgebaut. Sie finden hier keine Noten, keine Sternebewertungen und keinen „Testsieger“. Die Reihenfolge ist rein alphabetisch nach Firmenname – so lässt sich jeder Betrieb gleichrangig einordnen. Die Tabelle nennt zu jedem Anbieter die Bauweise, den Sitz beziehungsweise das Baugebiet sowie den inhaltlichen Schwerpunkt aus den jeweiligen Haustypen. Damit erhalten Sie eine neutrale Grundlage, um jene Firmen herauszufiltern, die zu Ihrem Grundstück, Ihrer Wunsch-Bauweise und Ihrer Region passen.
Die konkrete Anbieterzahl ergibt sich unmittelbar aus dem gefilterten Datenbestand und ändert sich, sobald ein Betrieb hinzukommt oder entfällt. Wer zunächst die Bauweisen selbst verstehen möchte, findet die technischen Grundlagen im Bauweisen-Ratgeber, auf den wir im Text verweisen. Marktzahlen zu Preisen und Marktanteilen im Holzfertigbau veröffentlicht der Bundesverband Deutscher Fertigbau (BDF); als marktübliche Spanne, Stand 2026, gelten dort für schlüsselfertige Holzhäuser etwa 2.350 bis 4.500 €/m².

Kurzantwort: Diese Übersicht listet 30 Anbieter in Holzbauweise – Holztafelbau, Massivholzbau, Blockhaus und Fachwerk – streng alphabetisch und ohne jede Bewertung. Zu jedem Betrieb sind Bauweise, Sitz/Region und Schwerpunkt genannt, sodass Sie in wenigen Minuten die passenden Firmen für Ihr Vorhaben eingrenzen können. Preise bewegen sich marktüblich zwischen 2.350 und 4.500 €/m² (schlüsselfertig, Stand 2026, Quelle BDF).
Blockhaus-Spezialisten im Kurzprofil
Vier der 30 Betriebe haben sich ganz auf massive Blockhäuser konzentriert. Sie eignen sich besonders für Bauherren, denen die sichtbare Massivholzwand als prägendes Gestaltungsmerkmal wichtig ist. Die folgenden Kurzprofile beruhen ausschließlich auf den hinterlegten Anbieterangaben zu Bauweise, Baugebiet und Programm.
Fullwood Wohnblockhaus
Blockhaus · Deutschlandweit
Fullwood Wohnblockhaus errichtet deutschlandweit Wohnblockhäuser aus Massivholz in Blockbauweise. Die massiven Holzwände tragen die Konstruktion und prägen zugleich das sichtbare Erscheinungsbild. Angeboten werden Blockhäuser bis zur schlüsselfertigen Übergabe.
Honka
Blockbau · Deutschlandweit
Honka aus Finnland baut deutschlandweit Wohn- und Ferienhäuser aus massivem Holz. Verwendet wird langsam gewachsene Polarkiefer, wahlweise als runde Rundbohlen- oder eckige Blockbohlenprofile. Planung und Errichtung in Deutschland laufen über regionale Vertriebspartner.
LéonWood
Blockhaus · Deutschlandweit
LéonWood aus Brandenburg ist auf Blockhäuser aus massiven Polarholz-Bohlen spezialisiert und liefert deutschlandweit. Kennzeichnend ist das Bausatz-Prinzip: Das nummerierte Bohlen-Paket lässt sich mit Richtmeister-Unterstützung auch in Eigenleistung aufbauen. Die Modelle erfüllen den Effizienzhaus-55-Standard.
Stommel Haus
Massivholzhaus · bundesweit
Stommel Haus errichtet bundesweit Massivholzhäuser, bei denen durchgängig auf Folien und Dampfsperren verzichtet wird, ergänzt um Blockhaus- und Holztafelkonstruktionen. Ein Schwerpunkt liegt auf dem amerikanisch inspirierten Baustil; jedes Haus wird individuell geplant und schlüsselfertig übergeben.
Alle Holzhaus-Anbieter in alphabetischer Reihenfolge
Die folgende Aufstellung umfasst alle 30 Betriebe mit Holzbauweise, sortiert von A bis Z. Über den Firmennamen gelangen Sie direkt zum jeweiligen Anbieterprofil. Die Spalte Bauweise nennt die im Datenblatt hinterlegte Konstruktion, die Spalte Sitz/Region das angegebene Baugebiet und die Spalte Schwerpunkt die zwei bis drei charakteristischen Haustypen.
| Anbieter | Bauweise | Sitz/Region | Schwerpunkt |
|---|---|---|---|
| ARGE-HAUS | Holztafelbau | Deutschlandweit | Luxusvilla & Designerhaus, Flachdachhaus |
| Balker | Holztafelbau | Polen, Export ins Ausland | Einfamilienhaus |
| Buchner Holzbau | Holztafelbau | Österreich (Oberösterreich) | Einfamilienhaus, Bungalow |
| Eksjöhus | Holztafelbau | Deutschlandweit | Schwedenhaus |
| Finnhouse | Holzbau (Paal-&-Balk-System, Holzskelettbau, Blockbau) | Niederlande (Rosmalen) | Einfamilienhaus, Ferienhaus |
| Fjorborg Holzhäuser | Fertighaus (Holzrahmenbau) | bundesweit | Schwedenhaus, Bungalow, Einfamilienhaus |
| Fuhrberger Fachwerkhaus | Fachwerk (Eiche) | bundesweit | Fachwerkhaus, Holzhaus, Einfamilienhaus |
| Fullwood Wohnblockhaus | Blockhaus | Deutschlandweit | Blockhaus, Holzhaus, Schlüsselfertig |
| Greenville | Holztafelbau | Deutschlandweit | Amerikanisches Haus |
| GRIFFNER | Holzbau (diffusionsoffen) | Bundesweit, Schwerpunkt Süddeutschland und Alpenraum | Luxusvilla & Designerhaus, Kubushaus, Einfamilienhaus |
| Holzbau Fischer | Holztafelbau | Österreich (Burgenland) | Einfamilienhaus, Kleingartenhaus |
| Honka | Blockbau | Deutschlandweit | Blockhaus |
| KD-Haus | Fachwerk (Holzskelettbau) | bundesweit | Fachwerkhaus, Holzhaus, Einfamilienhaus |
| LéonWood | Blockhaus | Deutschlandweit | Bausatzhaus, Ausbauhaus |
| LUXHAUS | Holztafelbau | Deutschlandweit | Luxusvilla & Designerhaus, Flachdachhaus |
| Magnum Vollholzdesign | Massivholzbau | Österreich (Wiener Neudorf/Niederösterreich) | Einfamilienhaus, Kleingartenhaus |
| McCube | Holztafelbau | Österreich und Deutschland | Tiny House, Modulhaus |
| Meisterstück-HAUS | Holztafelbau | Bundesweit, Schwerpunkt Nord- und Westdeutschland | Luxusvilla & Designerhaus, Stadtvilla, Kubushaus |
| Nordic Haus | Holzhaus | Norddeutschland | Kapitänshaus, Friesenhaus, Einfamilienhaus |
| Petershaus | Holzhaus | Süddeutschland | Schlüsselfertig, Ausbauhaus |
| SelektHuis | Holztafel-/Elementbau mit Traditionellbau kombiniert | Niederlande (mehrere Standorte, u. a. Rijssen) | Einfamilienhaus, Seniorenhaus, Mehrgenerationenhaus |
| Simple House | Holzmodulbau | Polen | Modulhaus, Einfamilienhaus |
| Solitar Fabryka Domów | Holztafelbau | Polen | Einfamilienhaus, Modulhaus |
| Stommel Haus | Massivholzhaus | bundesweit | Amerikanisches Haus, Holzhaus, Einfamilienhaus |
| Unihouse | Holzmodulbau | Polen, Export nach Deutschland und Skandinavien | Mehrfamilienhaus, Modulhaus, Hotel |
| Visionhaus GmbH | Holztafelbau | Schweiz (Ostschweiz) | Einfamilienhaus, Doppelhaus, Mehrfamilienhaus |
| Weissenseer | Holzmodulbau | Österreich (Kärnten) | Einfamilienhaus, Mehrfamilienhaus, Gewerbebau |
| Wohnwagon | Massivholzbau | Deutschlandweit | Modulhaus, Tiny House |
| Wolf Haus | Holztafelbau | Polen (Teil der internationalen WOLF-Gruppe) | Einfamilienhaus, Energieeffizienzhaus |
| Zimmermann-Haus | Holztafelbau | Polen | Einfamilienhaus, Modulhaus |
Reihenfolge alphabetisch nach Firmenname. Keine Bewertung, keine Rangfolge. Die Angaben stammen aus den hinterlegten Anbieterdaten; maßgeblich sind stets die aktuellen Angaben des jeweiligen Herstellers.
Bauweisen zuerst verstehen
Bevor Sie einzelne Betriebe kontaktieren, lohnt der Blick auf die Konstruktionsprinzipien. Der Vergleich der Holz-Bauweisen ordnet Holztafelbau, Massivholz und Blockhaus ein. Tiefer geht es im Ratgeber Holzrahmenbau sowie im Ratgeber Massivholzhaus.
So wählen Sie den passenden Holzbau-Partner
Eine neutrale Liste ist der Startpunkt, nicht das Ziel. Der passende Holzbau-Partner ergibt sich aus dem Abgleich mehrerer Kriterien mit Ihrem konkreten Vorhaben. Beginnen Sie mit der Bauweise: Der Holztafelbau punktet mit schlanken, hoch dämmenden Wänden und kurzer Montagezeit; gut gedämmte Außenwände erreichen bauphysikalisch marktüblich U-Werte um 0,12 bis 0,18 W/(m²K). Der Massivholzbau aus Brettsperrholz setzt auf massive Wände mit hoher Speichermasse, das Blockhaus auf sichtbare Bohlen mit rustikalem oder modernem Charakter. Welche Variante zu Ihnen passt, hängt von Raumklima-Wunsch, Architektur und Budget ab.
Prüfen Sie als Zweites das Baugebiet. Rund die Hälfte der 30 gelisteten Betriebe baut deutschlandweit, andere konzentrieren sich auf Süd- oder Norddeutschland oder liefern aus dem benachbarten Ausland. Klären Sie früh, ob Ihr Grundstück im angegebenen Liefergebiet liegt und ob Montage sowie Gewährleistung dort abgedeckt sind. Drittens zählt der Leistungsumfang: Bieten die Firmen Ausbauhaus, Bausatzhaus oder ausschließlich schlüsselfertig an? Wer Eigenleistung einbringen möchte, spart als Ausbauhaus gegenüber schlüsselfertig häufig 35.000 bis 60.000 € – setzt dafür aber handwerkliches Geschick und Zeit voraus.
- Bauweise festlegen: Holztafelbau, Massivholz oder Blockhaus – jede prägt Wandaufbau, Dämmung und Optik.
- Baugebiet abgleichen: Liegt Ihr Grundstück im Liefer- und Montagegebiet des Betriebs?
- Ausbaustufe wählen: Ausbauhaus, Bausatzhaus oder schlüsselfertig – je nach Eigenleistung und Budget.
- Energiestandard belegen lassen: Effizienzhaus-40 oder -55 als nachvollziehbarer Nachweis, nicht als Werbeversprechen.
- Festpreis und Bau-/Leistungsbeschreibung vergleichen, damit Nachträge kalkulierbar bleiben.
- Referenzen, Musterhäuser und Zertifikate sichten, um Verarbeitung und Detailqualität einzuschätzen.
Als Viertes empfiehlt sich der Vergleich mehrerer Angebote auf gleicher Grundlage. Achten Sie auf harte Kennzahlen statt Werbesprache: ein nachgewiesener Effizienzhaus-40- oder -55-Standard sichert die KfW-Förderung, transparente Ausbaustufen und klare Festpreise bewahren vor Nachträgen. Da diese Übersicht bewusst keine Rangfolge vorgibt, treffen Sie die Auswahl selbst – idealerweise, indem Sie zwei bis drei Betriebe mit passender Bauweise und Region gezielt anfragen und deren Bau- und Leistungsbeschreibungen nebeneinanderlegen. So entsteht eine belastbare Entscheidung, die auf Ihren Anforderungen beruht und nicht auf einer fremden Wertung.

Bauweise, Region und Schwerpunkt richtig lesen
Die drei Spalten der Liste sind bewusst schlicht gehalten, sagen aber viel aus. Die Bauweise verrät das Konstruktionsprinzip: „Holztafelbau“ und „Holzrahmenbau“ stehen für vorgefertigte, gedämmte Wandelemente, „Massivholzbau“ und „Massivholzhaus“ für tragende Wände aus Vollholz beziehungsweise Brettsperrholz, „Blockhaus“ und „Blockbau“ für sichtbare Massivholzbohlen. Fachwerk- und Holzskelettbauweisen kombinieren ein tragendes Gerüst mit ausfachenden Elementen. Die Wandstärken reichen dabei von rund 60 mm bei einzelnen Brettsperrholz-Elementen bis zu über 200 mm bei massiven Blockbohlen.
Die Region beschreibt, wo ein Betrieb baut – von „Deutschlandweit“ über Landesteile bis zu Anbietern mit Sitz im benachbarten Ausland und Lieferung nach Deutschland. Der Schwerpunkt fasst die zwei bis drei charakteristischen Haustypen zusammen, etwa Einfamilienhaus, Bungalow, Schwedenhaus oder Modulhaus. Zusammen ergeben die drei Angaben ein erstes Profil, das Sie im jeweiligen Anbieterprofil und in der gesamten Anbieter-Übersicht weiter vertiefen können.
Wandaufbau und Dämmung je Holzbauweise
Die Wandkonstruktion entscheidet über Dämmung, Optik und Wandstärke – und sie unterscheidet die Anbieter grundlegender als jedes Werbeversprechen. Im Holztafel- und Holzrahmenbau trägt ein Ständerwerk aus Konstruktionsvollholz, typisch 60 bis 80 mm breit und 160 bis 300 mm tief. Die Gefache sind mit Mineralwolle oder Holzfaser gedämmt, außen sorgt eine Holzfaser-Zusatzdämmung von etwa 40 bis 80 mm für einen durchgehenden Dämmschirm, innen liegen eine luftdichte Ebene und eine Beplankung. So entstehen schlanke Wände von rund 300 bis 400 mm Gesamtstärke mit sehr guten Dämmwerten.
Der Massivholzbau nutzt tragende Vollholz- oder Brettsperrholz-Elemente. Eine einzelne CLT-Platte ist marktüblich 60 bis 300 mm dick; für gute Dämmwerte kommt außen eine Holzfaser- oder Mineralwolldämmung von rund 120 bis 200 mm hinzu. Das Blockhaus schließlich besteht aus massiven, sichtbaren Bohlen ab etwa 200 mm Stärke, die Konstruktion, Oberfläche und Speichermasse in einem sind; hier wird die Dämmwirkung teils über die Holzstärke, teils über zusätzliche Dämmschichten erreicht. Welche dieser Wände ein Betrieb liefert, verrät die Spalte Bauweise – die genauen Schichtdicken nennt jeweils das Datenblatt.
Pflege, Besonderheiten und Langlebigkeit
Holzhäuser sind langlebig, verlangen aber je nach Bauweise unterschiedliche Aufmerksamkeit. Verputzte oder verkleidete Holztafelbauten unterscheiden sich in der Fassadenpflege kaum von Massivhäusern. Sichtbare Holzfassaden und Blockhäuser hingegen profitieren von einer regelmäßigen Kontrolle und – je nach Anstrich – einer Auffrischung etwa alle 5 bis 10 Jahre, damit Witterungsschutz und Optik erhalten bleiben. Blockhäuser setzen sich zudem in den ersten Jahren um wenige Zentimeter, weshalb die Anbieter Setzmaße konstruktiv einplanen.
Für ein dauerhaft trockenes Bauteil sind ein durchdachter Feuchteschutz und eine luftdichte Hülle entscheidend – unabhängig von der Bauweise. Diese Punkte gehören in jedes Gespräch mit einem Betrieb, ebenso Fragen zur Herkunft des Holzes und zu Zertifikaten. Ein sachlicher Vergleich der Bau- und Leistungsbeschreibungen zeigt rasch, welcher Anbieter Feuchteschutz, Dämmebene und Pflegehinweise transparent dokumentiert.
Kosten und Förderung im Blick behalten
Der Preis eines Holzhauses hängt stark von Bauweise, Ausbaustufe und Ausstattung ab. Als marktübliche Spanne, Stand 2026, nennen Herstellerangaben und der Bundesverband Deutscher Fertigbau für schlüsselfertige Holzhäuser rund 2.350 bis 4.500 €/m²: Der Holztafel- und Holzrahmenbau liegt tendenziell am unteren Rand, Massivholz- und Blockhäuser eher darüber. Für ein Einfamilienhaus mit 140 m² ergeben sich daraus grob 330.000 bis 630.000 € reine Hauskosten – ohne Grundstück, Keller und Außenanlagen. Konkrete Werte entnehmen Sie stets dem Angebot des jeweiligen Betriebs.
Weil Holz nachwächst und CO₂ speichert, eignen sich viele Holzhäuser gut für die KfW-Förderung für klimafreundlichen Neubau. Erreicht ein Haus den Effizienzhaus-40-Standard und das QNG-Nachhaltigkeitssiegel, steigt der zinsverbilligte Kreditrahmen spürbar. Lassen Sie sich den Energiestandard deshalb schriftlich bestätigen – er ist ein handfestes Auswahlkriterium und senkt die Finanzierungskosten über die gesamte Laufzeit.
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